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ein musikalisches vorhaben


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Das Straßenbahndepot als Teil des e-werks in Weimar liegt direkt am Ilmufer, zu Fuß etwa zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Der Gebäudekomplex steht heute auf der Liste denkmalgeschützter Industriebauten. Im Frühjahr 1997 gründeten Kulturträger und Institutionen der Städte Weimar und Jena den e-werk weimar e.V., dessen Aufgabe seither ist, die Funktionsfähigkeit des Ortes schrittweise zu erschließen und die ökonomischen Grundvoraussetzungen für diese Arbeit zu schaffen. Die Arbeit ist nach der Gebäudesicherung eines Teiles des Komplexes (Maschinen- und Kesselhalle) durch das Deutsche Nationaltheater Weimar aktuell vorrangig auf das Straßenbahndepot konzentriert. Die über 800 Quadratmeter Grundfläche bei einer lichten Raumhöhe von über 5 Metern liefern nach dem Rückbau des Depots in seinen Urzustand weitaus attraktivere Voraussetzungen für den interdisziplinären Betrieb von Theater, Galerie, Film, Tagungen, Präsentationen sowie Werkstätten und Gastronomie. Alle Veranstaltungen nutzen gleichberechtigt die Räumlichkeiten des alten Industriebaus im Charme des ausgehenden 19. Jahrhunderts und bieten dort – gerade als Kino Lichthaus – einen regelmäßigen Spielplan bei täglichem Betrieb." Raste bespielte am 10. Oktober 2003 zwei Räume des Straßenbahndepots und wird dies am 12. und 13. Juni 2004 wiederholen.

e-werk / Straßenbahndepot, Am Kirschberg 4, Weimar


Die Naxos-Halle als architektonisches Kleinod der Industriekultur ist eine brachliegende, unter Denkmalschutz stehende und vom Verfall bedrohte Halle am Rande der City von Frankfurt am Main. 2004 wird der fünfte Sommer sein, in dem das Theater Willy Praml die Naxos-Halle zu neuem Leben erweckt. Aufgrund der Bemühungen des Theaters hat sich hier in intensiver Zusammenarbeit mit anderen Künstlern der Stadt und Künsten aus dem Bereich des modernen Tanztheaters, der experimentellen Musik-Club-Kultur und der Architektur ein kulturelles Zentrum der besonderen Art entwickelt. "Längst sind Hallen wie diese zum architektonischen Thema geworden: VOIDS! – VOID CORNERS – leere Ecken im Gesicht, im Image der Stadt. Aber VOIDS sind auch Sphären metropolen Lebens. Morbide Stadträume mit eigenem Charme und Potential." Doch wie kann man auf Dauer geschickt umgehen mit der Historizität des Ortes – "zwischen Facelifting, Hochglanz-Chic und Kulisse"? Einerseits scheint die innerstädtische Lage eine Sanierung und möglichst teure Vermarktung zu fordern, andererseits könnte sich ein Verfallskunstwerk mit wechselnden Implantaten entfalten. "Implantieren – das war ein Thema der Theaterarbeit, der Kulturarbeit, der Stadt(-teil)-Arbeit in den letzten Jahren an diesem Ort. Industriearchäologie, erzählte Geschichte, Räume erforschen, Ecken ausleuchten, Skaten in den Landschaften industrieller Umgebung, theatrale Führungen durch Raum und Zeit." Auch Raste wird hier also etwas implantieren, wenn auch nur einen Tag lang."

Naxos-Halle, Wittelsbacher Allee 29, Frankfurt am Main