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frank bretschneider

"Er köchelt wie kein anderer in einer Unmenge an gewitzten Tracks, ob als Funk-Skelett auf der Langstreckbank, als krachrhythmisch unterlegtes Fiepdonnerwetter oder als sphärischer Pulspurismus, ein präzises Süppchen aus minimaler Orchestrierung mit dem Maximum an anorganischer Wärme. (...) Denn gerade wenn Bretschneider zur Mouse greift, sei es bei seinen spartanischen Meisterwerken Curve und Balance, dem Marathongeknurpsel als Alter ego Komet (wie zuletzt auf Gold) oder bei mittlerweile durchwegs gefälligen Fast-Dancetracks wie auf der EP Party of Two Parts, erweist er sich als der letzte verbleibende Gott im immer leerer gewordenen Gral des Ocean of Sound", formuliert Paul Poet ("Sleaze-Prinz, Humanpessimist, Regisseur, Journalist, Media Scientist") vom Evolver-Team über den Avantgarde-Musiker, Visual Designer und Wahl-Berliner Frank Bretschneider.

Nach Kindheit und Schule in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, hatte Frank Bretschneider Graphik und Malerei studiert und 1984 begonnen, mit elektronischer Musik zu laborieren. Zwei Jahre später gründete er die Formation A.G. Geige, "wohl die einzig bekanntere Band der ehemaligen DDR, die konsequent mit elektronischem Instrumentarium arbeitete und trotz aller Experimentalität einen gewissen Popstarstatus aufbauen konnte". Nach dem Split der Band, die Bretschneider als stark von "Dada, den Residents und Arkady und Boris Strugatsky" beeinflußt beschreibt, fokusierte er seit Anfang der neunziger Jahre immer präziser die Schnittstelle von "sparsamen und, vielleicht, mikroskopischen" Techno und Sound Design. Unter den Pseudonymen Komet, Produkt Signal sowie seinem eigentlichen Namen veröffentlichte er auf Labels wie Mille Plateaux (www.mille-plateaux.net), 12k (www.12k.com), underscan records (www.underscan.de) oder raster-noton, das 1999 durch die Verschmelzung des von Bretschneider und Olaf Bender (aka Byetone) 1996 gegründeten Labels Rastermusic mit Carsten Nicolais (aka Noto) Noton entstanden war. Zur Zeit arbeitet Frank Bretschneider an den Visuals für seine neue CD Looping I–VI And Other Assorted Love Songs, deren Material er in Weimar und Frankfurt spielen wird.

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