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ein musikalisches vorhaben

robert lippok

"Robert Lippok wollte als junger Mann diese Frau aus West-Berlin. Drei Jahre lang kämpfte er für die Ausreise, Ende Januar 1989 war es so weit. Was endete schneller: die Liebe oder die Teilung? Noch in der Nacht des 9. November kam ihn sein Bruder Ronald in Schöneberg besuchen. Bald zog er wieder nach Mitte. Schon in seiner Jugend hatte er einen Hang zum Basteln gehabt, den er weniger technisch als kreativ auslebte und selbst als 'intuitives Löten' bezeichnet. Als einziges Mitglied von to rococo rot korrespondiert er per email, keiner im Trio versteht so viel von Computern wie er, der von sich sagt, 'ich kann nicht einmal eine Tonleiter spielen'. Am Theater hatte er Schuster gelernt, sich in der DDR dann als Babysitter durchgeschlagen, kurz vor seinem Abgang stellte er in der Wohnmaschine, Ost-Berlins erster privater Galerie, verschimmelte Apparate aus." Seit einigen Jahren macht Robert Lippok auch Musik für Theater und gestaltet Bühnenbilder, so für den Parzifal am Staatstheater Kassel 2002. Ausstellungen führten ihn in jüngerer Zeit unter anderen ins Pariser Palais de Tokyo, an das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie, in die Chemnitzer Voxxx-Galerie (http://www.voxxx.de/) oder an das Londoner Institut für Zeitgenössische Kunst (ICA).

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